Nach dem satten und warmen Sommer putzen sich unsere Bäume im Herbst noch einmal so richtig heraus und bieten für einige Monate ein ein atemberaubendes Farbspektakel.

Feuriges Blattwerk

Farben wohin das Auge blickt. Von strahlendem Gelb über gold-orange bis blutrot ist alles mit dabei. Die auffälligsten Vertreter: Japanischer Ahorn, Essigbaum (Rhus typhina) Gingko, Liquidambar und Parrotia persica (Persischer Eisenholzbaum)

Die im Winter blühende, fein duftende Hamamelis. Foto: Will Pollard

Verschiedene Ahornarten, ein Gunnera und ein Gingko buhlen um Aufmerksamkeit. Foto: Wendy Cutler

Der Essigbaum verfärbt sich von gelb über gold-orange bis blutrot. Foto: K M

Eindrucksvolle Gingko-Allee.  Foto: travel oriented

Amelanchier lamarckii im Herbstkleid. Foto: Skai Leja

 

 

Aromatherapie

Vor allem duftende Sträucher, die jetzt blühen, sorgen für das Wohlfühlaroma im Garten. Erschnuppern Sie das Honigaroma der gelb blühenden Mahonia, den intensiven Duft der Hamamelis (Zaubernuß) und die nach Zuckerwatte duftenden Blätter des Katsurabaums. Die herzförmigen Blätter dieses japanischen Kuchenbaums verströmen einen süßen Duft nach frischem Karamell und die blau-grünen Blätter verfärben sich buttergelb bis apricot-gold. Der süße Karamellgeruch wie Zuckerwatte wird von dem Molekül Maltol verursacht, das tatsächlich das gleiche Molekül ist, welches entsteht wenn Zucker karamellisiert. Wen der Baum mit diesem besonderen Duft anlocken möchte ist bis heute nicht geklärt.

Die speziellen Blüten der Hamamelis.  Foto: Megan Hansen

Man riecht ihn, bevor man ihn sieht. Der japanische Kuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum)  Foto: Sen Itto

Beeren in Hülle und Fülle

Zieräpfel, Viburnum, Pyracantha, Cotoneaster, Ilex und Sorbus präsentieren ihre Früchte in prächtigem gelb, orange und rot. Nicht zu vergessen: die ungewöhnliche Farbe der lila Beeren der Callicarpa.

In sattem lila erstrahlen die Beeren des Liebesperlen-Strauchs (Callicarpa)  Foto: Irene Grassi

Sträucher setzen sich in Szene

Cornus alba sibirica, Cornus stolonifera 'Flaviramea', Euyonimus fort. compact, Viburnum plicatum, Hydrangea quercifilium (eichenblättrige Hortensie), Hamamelis (Zaubernuß),  und Euonymus europaeus (Spindel) sind nur einige der Sträucher und Bäume deren Herbstlaub in der Sonne schillert.

Hydrangea quercifolia im Herbstkleid. Foto: K M

Ziergräser

Ziergräser blühen im Spätsommer und schmücken den Garten noch lange in den Herbst hinein. Sogar im Winter sehen sie, bedeckt vom Frost, noch gut aus. Viele von ihnen wechseln im Herbst nochmal ihre Farbe. Die tiefstehende Sonne lässt ihre grazilen Wedel in rostrot und Brauntönen leuchten. Besonders schöne Beispiele sind Miscanthus, Pennisetum, Panicum, Molinia, Cortadaria selloana und Stipa.

Miscanthus im Herbst. Foto: Chris

Laub zusammenkehren nicht vergessen. Igel freuen sich über die schönen Haufen.  Foto: halfrain

Warum ist der Herbst so gut zum Pflanzen?

Die Temperatur des Bodens ist nach dem Sommer noch ziemlich hoch und bietet perfekte Bedingungen für hungriges Wurzelwerk. Zusammen mit dem Regen haben die Pflanzen noch ein paar Monate und eine gute Chance sich zu akklimatisieren bevor der Winter kommt.

Es bedeutet aber auch weniger Arbeit für den Gärtner. Frühjahrspflanzungen werden inzwischen oft von einer trockenen Periode begleitet, was eine stärkere Bewässerung zur Folge hat, bei der man die Pflanzen öfter kontrollieren muß.

 

Und so schaut der Herbst bei uns in der Baumschule aus.  Foto: Daniela Wielander

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